Weihnachten wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 25. und 26. Dezember gefeiert – beide Tage sind in allen drei Ländern gesetzliche Feiertage. Gefeiert wird jedoch schon am Heiligabend, dem 24. Dezember, mit Bescherung und Festessen; in den Kirchen beginnt das Fest mit der Christmette in der Nacht zum 25. Dezember. 2026 fällt Heiligabend auf einen Donnerstag, der 1. Advent auf den 29. November. Wer Weihnachtsmarkt, Christbaum oder Gans plant, sollte diese Termine früh festlegen – die letzten Adventssamstage sind in Städten wie München, Wien oder Zürich traditionell die vollsten.
Wann ist Weihnachten? Termine und Feiertage für 2025 und 2026
Das Datum ist unbeweglich: Der 25. Dezember ist immer der erste Weihnachtstag, der 26. Dezember der zweite. Beweglich ist alles davor. Die Adventszeit umfasst vier Sonntage und beginnt frühestens am 27. November, spätestens am 3. Dezember. 2025 liegt der 1. Advent am 30. November, der 4. Advent am 21. Dezember; Heiligabend fällt auf einen Mittwoch, der 26. Dezember auf einen Freitag. 2026 beginnen die Adventssonntage am 29. November, der 4. Advent ist am 20. Dezember – der 2. Advent und der Nikolaustag fallen dann auf denselben Tag.
Praktisch ist eine Planung rückwärts vom 24. Dezember: Christbaum rund eine Woche vorher besorgen, Gans zwei bis drei Wochen vorher bestellen, Weihnachtsmarkt an einem Dienstag oder Mittwoch besuchen statt am Samstag. Auch der Feiertagskalender drumherum hilft bei der Urlaubsplanung: In Österreich ist der 8. Dezember (Mariä Empfängnis) frei, der 6. Januar (Heilige Drei Könige) in Deutschland in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt sowie in einzelnen Kantonen der Schweiz.
Advent und Adventskalender: 24 Türchen, vier Kerzen
Der Adventskalender ist der zuverlässigste Taktgeber der Vorweihnachtszeit: 24 Türchen, geöffnet vom 1. bis 24. Dezember. Schokoladenkalender beginnen im Handel bei etwa einem Euro, gefüllte Kalender für Erwachsene kosten je nach Inhalt zwischen 20 und 100 Euro; selbst gebaute Varianten mit 24 Papiertüten bleiben die günstigste Lösung. Wer verschenkt, sollte die Füllmenge kalkulieren – 24 kleine Gaben summieren sich schnell auf mehr als ein einzelnes größeres Geschenk.
Der Adventskranz trägt vier Kerzen, eine für jeden Adventssonntag. Er geht auf den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern zurück, der im 19. Jahrhundert im „Rauhen Haus“ ein Rad mit einer Kerze für jeden Tag bis Weihnachten aufhängte. Aus dem Andachtsmittel wurde ein Wohnzimmerbrauch: Heute binden Gärtnereien und Floristen die Kränze aus Tannengrün auf Strohunterlage, mit vier Kerzen in Rot, Weiß oder Gold. Wer den Kranz selbst bindet, wählt Zweige, die noch feucht sind, und gießt die Unterlage alle zwei Tage – dann halten die Nadeln bis zum 6. Januar.
Heiligabend, Bescherung und Festessen: der 24. Dezember
Der 24. Dezember ist in keinem der drei Länder ein gesetzlicher Feiertag, faktisch aber ein halber: Supermärkte schließen meist zwischen 13 und 14 Uhr, Bäckereien verkaufen Stollen nur am Vormittag, in vielen Betrieben endet die Arbeit mittags. Die Bescherung findet im deutschen und österreichischen Sprachraum am Abend des 24. Dezember statt, traditionell nach dem Christkind, in vielen Familien gegen 18 Uhr. In der Schweiz ist die Übergabe regional unterschiedlich; manche Familien bescheren erst am 25. Dezember.
Vor der Bescherung steht in vielen Häusern die Christmette oder ein Familiengottesdienst am Nachmittag. Das Festessen folgt danach: Kartoffelsalat mit Würstchen im Norden und Osten Deutschlands, gebackener Karpfen in Österreich und Teilen Sachsens, Fondue bourguignonne oder Raclette in der Schweiz, Weihnachtsgans am 25. Dezember. Wer Gans serviert, bestellt sie beim Metzger vor – tiefgekühlte Ware aus dem Discounter ist günstiger, frische Ware aus der Region kostet mehr, lässt sich aber gleichmäßiger braten.
Weihnachten in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Vergleich
Die Feiertage sind identisch, die Bräuche nicht. Wer grenzüberschreitend plant – Umzug, Familienbesuch, Urlaub über die Feiertage – sollte diese Unterschiede kennen, bevor die Gans im Ofen liegt:
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| Land | Feiertage | 6. Dezember | Typisches Essen am 24. | Bescherung |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 25. und 26. Dezember | Nikolaus, geputzte Stiefel | Kartoffelsalat mit Würstchen oder Gans | 24. Dezember, früher Abend |
| Österreich | 25., 26. Dezember, 8. Dezember | Nikolo am 5. und 6. Dezember | Gebackener Karpfen | 24. Dezember, abends |
| Schweiz | 25. und 26. Dezember (alle Kantone) | Samichlaus, Chlausmärt | Fondue bourguignonne oder Raclette | 24. oder 25. Dezember |
Der 8. Dezember als Feiertag verschiebt in Österreich Einkauf und Baumkauf nach vorn; in der Schweiz ist der Samichlaus am 6. Dezember kein Feiertag, aber ein fester Termin in Vereinen und Dorfzentren, oft mit Chlausmärt am Wochenende davor. Wer aus Deutschland anreist, sollte außerdem wissen, dass in der Schweiz bereits am 24. Dezember viele Geschäfte früher schließen als gewohnt und der 2. Weihnachtstag nicht überall ein Ruhetag für den Einzelhandel ist.
Weihnachtsmarkt und Christbaum: So vergleichen Sie Angebote
Bei Weihnachtsmärkten lohnt der Blick auf vier Punkte: den Öffnungszeitraum (klassische Märkte enden am 23. Dezember, Wintermärkte laufen bis Anfang Januar), die Anreise (Innenstadtmärkte sind am Wochenende überfüllt, Parkplätze teuer), den Eintritt (einige umbaute Märkte verlangen zwei bis fünf Euro, dafür gibt es engere Gassen und weniger Gedränge) und die Preise. Ein Glühwein kostet auf deutschen Märkten meist zwischen vier und sechs Euro, dazu kommt Tassenpfand von zwei bis fünf Euro; in der Schweiz liegen die Preise bei sechs bis acht Franken.
Beim Christbaum entscheidet nicht der Preis allein. Nordmanntannen nadeln langsam und haben weiche Zweige, Blaufichten duften stärker und stechen, Fichten verlieren am schnellsten Nadeln. Prüfen Sie am Stand die Schnittstelle (harzt sie, ist der Baum frisch), den Wuchs (gleichmäßige Etagen erleichtern das Schmücken) und das Gewicht (ein leichter Baum ist ausgetrocknet). Als Orientierung für den Direktverkauf an der Plantage gelten rund 20 bis 30 Euro je laufendem Meter Baumhöhe; im Gartencenter liegt der Preis darüber.
Häufiger Fehler: den Baum zu früh kaufen
Eine Nordmanntanne hält in einem beheizten Wohnzimmer bei guter Versorgung zwei bis drei Wochen. Wer sie bereits Ende November kauft, um „rechtzeitig fertig“ zu sein, steht am 24. Dezember oft vor einem kahlen Stamm. Der bessere Zeitpunkt liegt sieben bis zehn Tage vor Heiligabend. Entscheidend ist danach die Pflege: den Stamm vor dem Aufstellen zwei bis drei Zentimeter frisch anschneiden, den Ständer randvoll mit Wasser füllen und in den ersten Tagen täglich nachgießen, den Baum nicht direkt neben die Heizung oder an die Terrassentür stellen.
Der zweite typische Fehler ist die Höhe. Gemessen wird nicht die Baumhöhe, sondern der Platz: Raumhöhe minus 20 bis 30 Zentimeter für Ständer und Spitze, dazu mindestens 30 Zentimeter Abstand zur Decke, damit der Schmuck nicht an der Leuchte hängt. Händler schneiden auf Wunsch zu – ein 2,50-Meter-Baum in einem 2,40-Meter-Raum lässt sich nicht retten.
Fachbegriffe, die Profis verwenden
Wer mit Floristen, Küstern oder Marktveranstaltern spricht, hört vier Begriffe immer wieder. Advent (von lateinisch adventus, „Ankunft“) bezeichnet die vier Sonntage vor dem 25. Dezember als Vorbereitungszeit des Kirchenjahres. Die Vigil ist der Vorabend eines Hochfests – im Alltag also Heiligabend, liturgisch der 24. Dezember ab dem Abend. Rorate heißen die frühmorgendlichen Adventsmessen bei Kerzenlicht, die im süddeutschen und österreichischen Raum bis heute in vielen Pfarreien gefeiert werden. Die Raunächte oder Zwölfnächte liegen zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar; in Alpenregionen sind Räuchern und Befragungen der Lostage bis heute üblich.
Wann ist Weihnachten 2026 und wann beginnt der Advent?
Weihnachten 2026 fällt auf Freitag, den 25. Dezember, und Samstag, den 26. Dezember. Heiligabend ist Donnerstag, der 24. Dezember. Der 1. Advent liegt am 29. November 2026, der 2. Advent am 6. Dezember, der 3. Advent am 13. Dezember und der 4. Advent am 20. Dezember. Zwischen dem letzten Adventssonntag und Heiligabend bleiben damit nur vier Tage – wer Baum, Gans und Geschenke besorgen muss, sollte spätestens am 4. Advent alles beisammen haben, sonst wird der 23. Dezember zum Einkaufstag im Gedränge.
Was ist der Unterschied zwischen Weihnachten, Ostern und Pfingsten?
Weihnachten hat ein festes Datum, die beiden anderen Feste wandern mit dem Mondkalender. Ostern ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang am 21. März und fällt damit frühestens auf den 22. März, spätestens auf den 25. April. Pfingsten liegt genau 50 Tage nach Ostern und erinnert an die Ausgießung des Heiligen Geistes; der Pfingstmontag ist in Deutschland, Österreich und den meisten Kantonen der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag. Während Weihnachten weiß und violett bebildert wird, dominiert an Ostern Weiß und an Pfingsten Rot.
Warum wird Heiligabend am 24. Dezember gefeiert?
Der 24. Dezember ist der Vorabend des Weihnachtsfests, also die Vigil vor dem 25. Dezember. In der kirchlichen Tageszählung beginnt ein Hochfest am Abend zuvor, weshalb Christmette und erste Festgottesdienste auf den Heiligabend fallen. Der 25. Dezember ist seit dem 4. Jahrhundert als Weihnachtsdatum in Rom belegt und verdrängte ältere Termine. Die Bescherung am Heiligabend statt am Nikolaustag gilt als reformatorischer Brauch des 16. Jahrhunderts, der sich im deutschen Sprachraum durchsetzte – deshalb liegen Geschenke und Festessen bis heute oft nur einen Abend auseinander.